Heute wurde Pfarrer Theo Wendel bestattet, er leitete den Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbandes von 1983 bis 1994, er ist am 3. Juni im 84. Lebensjahr gestorben. Während er den DGD leitete, wurde das mbs 1986 von einer einjährigen Bibelschule zu einer dreijährigen berufsqualifizierenden Ausbildung entwickelt. Er hat sich - mit seinem Nachfolger Pfr. Dr. Joachim Drechsel, für die Zukunft des mbs eingesetzt.Der heutige DGD-Direktor Joachim Drechsel würdigte Wendels Lebenswerk. Als Dozent am Theologischen Seminar Tabor (heute Evangelische Hochschule Tabor) habe er Generationen von Studenten die Liebe zu den Texten des Alten und Neuen Testamentes gelehrt. In seinem Leitungsdienst für den DGD sei Wendel „ein verständnisvoller Seelsorger gewesen, der vor allem darauf geachtet hat, dass durch alle und in allem Gott geehrt wird“.
Unter den vielen eindrücklichen Grußworten ragte das seines langjährigen Stellvertreters Karl-Heinz Bormuth heraus, der das mbs von 1971 bis 1996 leitete. Bormuth hob 4 G hervor: Wendel habe wahre Größe gezeigt, indem er nie nach Macht und Größe strebte, sondern als Bruder lebte und Menschen begegnete. Er war ein Mann, der Gemeinschaft suchte und pflegte. Er nahm die Geschichte ganz ernst, las morgens neben der Bibel immer die Zeitung. Und er nahm die Geschöpflichkeit ernst, verbrachte viel Zeit in der Natur, trieb bis ins hohe Alter Sport.
Wendel leitete als biblisch gegründeter Theologe, setzte sich nicht auf Kosten anderer durch und hatte auch einen Blick für große und kleine.
Er wurde wie sein Vater Pfarrrer, arbeitete leidenschaftlich als Landpfarrer im Ebssdorfergrund bei Marburg, kam dann 1969 als theologischer Lehrer ins Brüderhaus Tabor, bevor er 1983 in die Zentrale des DGD wechselte und 1984 Direktor des DGD wurde. Er nahm seine Leitungsverantwortung bis 1994 wahr und ging dann in den Ruhestand.Wendel war stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz und Vorstandsmitglied des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, arbeitete im CVJM und der Pfarrergebetsbruderschaft mit.
Sein Lebensmotto bleibt uns als Vermächtnis: Gott will unter allen Umständen gelobt werden. An seinem Krankenbett wurden Loblieder gesungen... nun schaut er, was er geglaubt hat. Das mbs verliert einen interessierten Beter.
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