Dienstag, 10. Januar 2012

Glaubenswerk

Gestern Abend hat Dr. Thomas Weißenborn über die Jahreslosung gepredigt. Er hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass Paulus seine Schwäche sehr bewusst annimmt, weil er Jesus nachfolgt. Paulus kann ja durchaus anders, wenn es um theologische Streitfragen geht. Da können schon einmal die sprichwörtlichen Fetzen fliegen.
Aber in Jesus hat er den ganz anderen erkannt, Jesus erniedrigt sich, verzichtet auf Hoheit und Macht Phil. 2), wird einer wie wir.
Und am Kreuz können wir studieren, dass Schwachheit den Tod überwindet, dass hier neues Leben aufbricht. Gott kommt in der Schwäche zur Vollednung, das ist bei Jesus so, das hat Paulus erlebt - und das können wir auch erleben.
Insofern fängt unser Jahr im mbs gut an. Wir sind schwach, unsere Spenden blieben hinter unseren Erwartungen zurück. Nach 147.000 € in 2009 und sagenhaften 169.000 € in 2010 kamen in 2011 "nur" 152.000 € zusammen. Angesichts deutlich gestiegener Gehaltskosten stresst uns dieses Ergebnis.

Aber was sind in diesem Zusammenhang eigentlich Erwartungen!? Spenden sind eben wirklich unberechenbar - und jeder Euro und jeder Cent sind ein Geschenk von Menschen, die unser Anliegen damit unterstützen.
Und das ist großartig, wie viele Eltern und Studierende, Freunde und Gemeinden uns etwas gespendet haben. Danke.

Solche Situationen fordern uns heraus, unser Leben und Arbeiten zu überdenken. Was will Gott uns sagen? Wo sollen wir uns zurücknehmen? Wo müssen wir uns zurücknehmen?

Ich bin gespannt, was das mit uns macht! Vielleicht will Gott uns zeigen, was die Jahreslosung verheißt: Gottes Kraft kommt in der Schäche zur Vollendung. Er will und wird aus unserer Schwachheit etwas machen.